Alpinhäuser & Gebirgspflanzen Haus Leonhardsbrunn

Nicht winterharte Polster- und Gebirgspflanzen sind in den Gewächshäusern am Haus Leonhardsbrunn von außen einsehbar.

Die das Haus Leonhardsbrunn flankierenden Gewächshäuser mit ihren auffallenden, nach alten Plänen rekonstruierten Glastürmen beherbergen Pflanzen verschiedener Verwandtschaftskreise und Herkunft.

Im Westturm finden sich vorwiegend Zitrusgewächse, im Ostturm ausschließlich Pflanzen der Insel Tasmanien. In den mittleren Häusern werden nicht winterharte Gebirgspflanzen, besonders der Südhalbkugel, kultiviert.

In den Beeten vor dem Gebäude blühen im Spätsommer meist Dahlien. Der Rasen darf als Spielwiese genutzt werden, daneben befinden sich ein großer Spielplatz, der Wasserspielplatz, ein Kinderkiosk, eine Minigolfanlage und die nördliche Haltestelle des Palmen-Express. Im Haus Leonhardsbrunn befinden sich zudem Räumlichkeiten des Projektes "Kinder im Garten", das im Jahre 2011 von der Deutschen UNESCO-Kommission als Projekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltigeEntwicklung" ausgezeichnet wurde.

Steppenwiese

Westlich des Tropicariums wird ein umfangreiches Sortiment trockenheitsertragender, lichtliebender Pflanzen vorgestellt.

Geringes Nährstoffangebot und gute Wasserzügigkeit des Bodens erlauben hier die Kultur von Pflanzen aus Steppengebieten Eurasiens und Amerikas. Zur Mitte des Gartens hin schließt sich eine Wiese an. Zweimalige Mahd und besondere Auswahl der Grasarten begünstigen die Entwicklung von Wiesenblumen, wie man sie in unserer Kulturlandschaft kaum noch findet.

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Subantarktishaus

Das 1992 eröffnete Haus zeigt Pflanzen der kühl-gemäßigten Gebiete der Südhalbkugel. Charakteristisch sind dort ausgedehnte Wälder, Strauchgesellschaften und Moore.

Der vom roten Sandstein dominierte linke Bereich des Hauses ist der Pflanzenwelt Patagoniens, Feuerlands und der Falkland-Inseln vorbehalten und schließt eine kleine Moorlandschaft ein. Im rechten Teil wachsen auf Grauwacke Pflanzen Neuseelands und der benachbarten Inseln.

Tropicarium

Die tropischen Gewächse im Tropicarium sind nicht nach verwandtschaftlicher Zugehörigkeit, sondern entsprechend ihrer Lebensräume und ihrer Verbreitungsgebiete gruppiert, wodurch ein Eindruck von der Vielfalt der tropischen Lebensräume und ihrer Pflanzengestalten vermittelt werden soll.

Die Häuser mit Pflanzen der Halbwüste, Nebelwüste, Savanne und des Dornwaldes bilden die Schauhausgruppe „Trockene Tropen" (Tropicarium Süd). Ein kleines Haus dient der Überwinterung von Sukkulenten. Zu den „Feuchten Tropen" (Tropicarium Nord) gehören die Häuser mit Pflanzen der Monsun- und Passatwälder, der Tiefland-Regenwälder, der Mangroven und Küstenwälder sowie der Nebel- und Berg-Regenwälder. Im Zentrum dieses Komplexes befindet sich das Bromelienhaus. Drei kleine Häuser beherbergen die nur von außen einsehbare Sukkulentensammlung. In weiteren 24 Gewächshäusern befinden sich Spezialsammlungen, die für die Besucher ebenfalls nur noch außen einsehbar sind. Das Tropicarium setzt sich aus sieben großen (Grundfläche je 600 m², Höhe zwischen 7,5 m und 15 m) und sechs kleinen Gewächshäusern (Grundfläche je 220 m²) zusammen. Die Klimatisierung der Häuser ist computergesteuert, ihre Fassadenheizung soll ein Beschlagen der Glasflächen verhindern. Zum Gießen wird hauptsächlich gefiltertes Regenwasser verwendet. Nach Bedarf wird gereinigtes Wasser über Mikrodüsen vernebelt. Die technischen Installationen befinden sich unter den Schauhäusern.

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Kakteengarten

Als besonderer Anziehungspunkt begeistert während der warmen Jahreszeit der Sommersukkulentengarten an Tropicarium die Besucher.

Hier sind nicht winterharte Sukkulenten und schönblühende Begleitpflanzen aus Amerika, Afrika und von den Kanarischen Inseln von Mai bis September zu bewundern. In unmittelbarer Nachbarschaft begeistert zur gleichen Zeit ein reiches Fuchsien-Sortiment.

Eingangsschauhaus

Der wiederaufgebaute Mittelteil des historischen Schauhauses von 1905 dient heute als Haupteingang. Rechts und links des Einganges finden wir Vortrags- und Unterrichtsräume sowie die Geschäftsstelle der Gesellschaft "Freunde des Palmengartens".

Im ersten Stock werden im Südflügel Fleischfressende Pflanzen, im Nordflügel Ananasgewächse, insbesondere Tillandsien kultiviert. Dem Besucher werden sie in vier nach geographischen und ökologischen Gesichtspunkten gestalteten Vitrinen dargeboten.

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Rosengarten

Verläßt man das Eingangsschauhaus, so blickt man auf den nach traditionellen Vorbildern in geometrischen Formen angelegten Rosengarten. Der im Westen von einer Pergola abgeschlossene formale Rosengarten ist ein Wechselspiel von Beeten, Rasenflächen und Wegen.

Das Haus Rosenbrunn in seiner Mitte wurde unter Verwendung von Teilen des alten Werkstattgebäudes von 1884 im entsprechenden Stil erbaut. Themengärten (z. B. mit Duftrosen oder so genannten "alten" Rosen) schließen sich nördlich und südlich an.

Palmenhaus

Das zur Gründung des Palmengartens 1869 errichtete Palmenhaus gehört zu den größten Konstruktionen dieser Art in Europa. Neben einer Vielzahl von subtropischen Palmen, darunter zumindest eine aus der Gründungszeit des Gartens, prägen dekorative Riesenstauden, Baumfarne und vor allem zahlreiche Blattpflanzen das Bild. Ein Bachlauf mit Kaskade und der steile Hügel im Hintergrund beleben das Haus. So fühlt sich der Besucher in eine üppige, tropische Landschaft versetzt. Im grottenartigen Durchgang unter dem Hügel zeigen Aquarien eine bunte tropische Unterwasserwelt.

In den Galerien am Palmenhaus finden das ganze Jahr über Ausstellungen statt. Dazu gehören seit vielen Jahren verschiedene Blumenschauen (z. B. Frühlingsblumen-, Orchideen-, Herbstblumen und Rosenschauen), aber auch Informationsausstellungen gärtnerisch-botanischen Inhalts, zu denen in der Regel ausführliche Broschüren erhältlich sind. Die Galerien bieten Künstlern ein Forum zur Präsentation ihrer Arbeiten.

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Rhododendrongarten

An der Westseite des Gartens erstreckt sich der 1989 angelegte Rhododendrongarten. Bei den hier gepflanzten Gehölzen handelt es sich zum größten Teil um Hybriden ostasiatischer und nordamerikanischer Rhododendren.

Diese Heidekrautgewächse benötigen saure, humose Böden und entfalten ihre volle Blütenpracht Ende Mai/Anfang Juni.

Steingarten

Vom höchsten Punkt im Garten, dem schon im vorletzten Jahrhundert entstandenen Felshügel mit seinem imposanten Wasserfall, hat man den besten Ausblick. Der Steingarten an den Flanken dieses Hügels wurde Ende der 80er Jahre völlig neu gestaltet.

Auf sauren und alkalischen Böden finden wir niedrige Stauden und kleinbleibende Gehölze aus den Gebirgsregionen der ganzen Welt. Schotterflächen, Felspartien und ein kleiner Bachlauf geben einen Eindruck von der Vielfalt dieser Standorte.

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Heidegarten

An den Steingarten schließt sich im Osten der Heidegarten mit seinem im Spätsommer farbenfroh blühenden Sortiment von Heidekräutern an. Attraktiv ist aber auch die reiche Palette von Grüntönen, die die Wildarten und Kreuzungen der Gattungen Erica und Calluna in den anderen Jahreszeiten zeigen.

Staudengarten

Im nördlichen Gartenteil befindet sich ein Staudengartenmit Beet- und Schmuckstauden. Selbst im grauen Herbst begeistern hier noch Astern als bunte Farbtupfer. Vom Quellbecken an der Villa Leonhardi führt ein Bachlauf durch den Bambushain in südliche Richtung.

Der Übergang zu den angrenzenden Rabatten mit Beet- und Schmuckstauden ist fließend. Selbst im "grauen Herbst" begeistern hier noch Astern als bunte Farbtupfer.

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Blütenhaus

Eine besondere Augenweide ist das Blütenhaus an der Gärtnerei. Das etwa 200 m² große Haus ist in einen Warm- und einen Kalthausbereich unterteilt.

Während des ganzen Jahres erfreut hier reicher Blütenflor die Besucher. Der Bestand wird ständig aus den Zierpflanzenkulturen des Palmengartens erneuert.

Bambushain

Schräg gegenüber dem Blütenhaus befindet sich am Bachlauf ein Bambushain. Die dicht stehenden Bambushalme erreichen Höhen von mehreren Metern.

Auf einem kleinen Pfad kann man durch diesen im Sommer angenehmen Schatten spendenden Hain spazieren gehen. Je nach Art und Sorte sind die Bambushalme grün, schwarz oder gelb gefärbt.

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Mittelmeerbeet

Westlich des Tropicariums, neben dem Goethe-Garten, sind vor allem Stauden und Einjährige aus Steppengebieten Amerikas, Asiens und Europas zu sehen. Zwei beete sind dem Mittelmeerraum gewidmet.

Aufgrund des Weinbauklimas gedeihen hier auch Pflanzen, die in klimatisch ungünstigeren Gebieten Deutschlands den Winter nicht überstehen, so auch eine stattliche Pinie.

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