Nymphaea caerulea (Nymphaeaceae) Blaue ägyptische Seerose

Diese Seerose ist ursprünglich entlang des Nils und in Ostafrika heimisch. Mittlerweile ist sie in ganz Afrika bis hin zum Kap weit verbreitet. Sie wird auch als Blaue Lotos vom Nil bezeichnet, auch wenn sie nicht näher mit der Lotosblume verwandt ist. Die lang gestielten, tagsüber geöffneten Blüten erheben sich über die Wasseroberfläche und haben einen Durchmesser von 8-15 cm.

Ihre Blütenblätter sind oberseits hellblau und auf der Unterseite weißlich gefärbt. Da diese Seerosen-Art relativ robust und kälteunempfindlich ist, wird sie häufig kultiviert. Im Palmengarten gedeiht sie im Wasserbecken des Mangroven-Hauses.

Asclepias syriaca (Apocynaceae) Papageienpflanze

Die Seidenpflanze stammt aus dem östlichen Nordamerika und steht im Palmengarten in der nordamerikanischen Prärie der Steppen-Anlage. Die sonnenliebende Staude entwickelt kugelige, etwa faustgroße fleischfarbene Blütendolden. Sie duften nach Honig, sind nektarreich und eine gute Bienenfutterpflanze.

Die Blüten haben einen Klemmfallen-Mechanismus. Beine von Blüten besuchenden Insekten können sich in schmalen Schienen im Bereich der Blüten verfangen. Wenn sie sich aus diesen Klemmfallen befreien, ziehen sie dabei Pollenpakete mit heraus, die an den Beinen kleben bleiben und später auf andere Blüten übertragen werden. Die etwas 10 cm langen Früchte erinnern in ihrer Form an kleine Papageien, daher auch der Name Papageienblume. Die seidigen Samenhaare wurden früher in Nordamerika zum Füllen von Kissen verwendet.

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Cleome spinosa (Cleomaceae) Spinnenblume

Die Spinnenblume ist eine einjährige Art aus Südamerika. Sie wird etwa 1, 5 m hoch und häufig in Sommerblumenbeeten verwendet. Es gibt zahlreiche Sorten mit Blütenfarben von weiß bis rosa. Im Palmengarten ist sie im Sommerflor rund um das Tropicarium vorhanden. Etwa 50 000 Individuen diverser Sommerblumen werden in der Gärtnerei des Palmengartens für die jährliche Wechselflor-Bepflanzung herangezogen.

Hemerocallis-Hybride (Xanthorrhoeaceae) Taglilie

Taglilien kommen von Europa bis nach Asien vor mit einem Verbreitungsschwerpunkt in China. Wegen ihres hohen Zierwertes sind sie beliebte Gartenpflanzen. Viele Hybriden gehen auf die Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva) zurück. Es sind über 13 000 Taglilien-Hybriden bekannt. Die ausdauernden Stauden bilden kräftige Horste. Ihre Blüten halten sich nur einen Tag, daher der Name Taglilie. Die Blüten sind essbar und werden auch in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet.

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Nelumbo nucifera (Nelumbonaceae) Lotosblume

Die Lotosblume ist von Asien bis Australien in meist stehenden Gewässern heimisch. Sie ist Seerosen ähnlich, mit diesen aber nicht näher verwandt. Ihre bis 2 m lang gestielten Blätter haben eine ca. 60 cm breite, rundliche Spreite. Die heilige Lotosblume gilt in den asiatischen Religionen als Symbol der Reinheit. Ungeachtet schlammiger oder verdreckter Umgebung entfalten sich ihre Blätter und großen rosa Blüten makellos sauber aus dem Schlamm.

Die Blätter zeigen aufgrund spezieller Wachsoberflächen einen Selbstreinigungseffekt (Lotus-Effekt), den man sich in der Technik zu Nutze macht. Im Sommerhalbjahr ist das Wasserbecken am Tropicarium mit Seerosen und Lotosblumen eine Besucher-Attraktion.

Romneya coulteri (Papaveraceae) Kalifornischer Baummohn

Dieser staudige Mohn wird 2 m hoch und nimmt in seiner Heimat Mexiko und Kalifornien bäumchenförmige Gestalt an. Er entwickelt im Sommer große weiße Blüten mit zahlreichen gelben Staubblättern. Die Art wurde von Thomas Coulter entdeckt und nach Irland gebracht. Der Baummohn blühte in Europa erstmals 1876 im Botanischen Garten von Dublin. Auch der Gattungsname hat Bezug zu Irland, denn Romneya ehrt den irischen Astronomen Romney Robinson. Die Art lässt sich nur schwer über Samen vermehren, weshalb sie eher selten in Gärten zu sehen ist.

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Bodendecker-Rose 'Palmengarten Frankfurt' (Rosaceae) Bodendecker-Rose

Direkt hinter dem Eingang Siesmayerstraße befindet sich der Rosengarten. Im Juni haben dort Strauch-, Kletter- und Bodendecker-Rosen ihre Haupt-Blütezeit.

Der Palmengarten hat seine eigene Rosensorte „Palmengarten Frankfurt“, die von Kordes gezüchtet wurde und 1992 das ADR-Prädikat (Anerkannte Deutsche Rose) erhielt. Dieses Prädikat wird nur an Rosen verliehen, die mehrere Jahre lang in elf verschiedenen deutschen Sichtungsgärten geprüft und für gut befunden wurden.

Es handelt sich um einen breitbuschigen Bodendecker mit intensiv rosa gefärbten, gefüllten Blüten. Die Sorte blüht ausdauernd von Juni bis in den Herbst hinein. Sie wird 60-70cm hoch und mag einen sonnigen Standort. Im Palmengarten schmückt sie das Beet zwischen den Amberbäumen vor dem Rosengarten.

Magnolia ashei (Magnoliaceae) Grossblatt-Magnolie

Magnolia ashei gilt auch als Unterart von M. grandifolia (Bigleaf Magnolia). Der sommergrüne Baum aus den Laubwäldern des östlichen Nordamerikas wird etwa 15 m hoch und fällt durch seine riesigen Laubblätter auf. Während die aus Asien stammenden Magnolien im zeitigen Frühjahr im unbelaubten Zustand blühen, entwickeln sich bei M. ashei die weißen, etwa 25 cm breiten, duftenden Blüten im Frühsommer. Im Herbst reifen die kugeligen, zapfenförmigen Sammelbalgfrüchte heran.

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Aristolochia arborea (Aristolochiaceae) Baum-Pfeifenwinde

Der kleine Regenwaldbaum stammt aus Brasilien. Die Blüten werden am Fuß des Stammes direkt über der Erde gebildet. In der Mitte der rotbraunen Blüte wird eine perfekte Imitation eines Hutpilzes mit hellem Stiel gebildet. Die Blüten werden wahrscheinlich von Pilzmücken, die normalerweise ihre Eier in Pilzen ablegen, bestäubt. Die bedrohte Art ist im Regenwald-Haus des Tropicariums zu sehen.

Gloriosa rothschildiana (Colchicaceae) Ruhmeslilie

Die Ruhmeslilie ist eine Verwandte der Herbstzeitlose und enthält wie diese das starke Gift Colchicin. Sie hat ein weites Verbreitungsgebiet von Afrika bis Asien. Trockenzeiten übersteht sie mit einem unterirdischen Wurzelstock. Die Ruhmeslilie ist ein rankendes Gewächs mit bis 20 cm großen, rot bis gelb gefärbten Blüten. Benannt wurde diese prächtige Staude nach dem zweiten Baron Rothschild (1668–1937).

Mitglieder der Bankiersfamilie Rothschild waren sehr an Gärten und Pflanzen interessiert. Die Marmorvasen im Rosengarten wurden von Freifrau Meyer Carl von Rothschild im April 1892 dem Palmengarten gestiftet.

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Haemanthus coccineus (Amaryllidaceae) Blutblume

Die Blutblume stammt aus der Kap-Region Südafrikas. Der Gattungsname leitet sich von gr. haima = Blut und gr. anthos = Blüte ab. Die Zwiebelpflanze entwickelt nach einer Ruhephase kräftige lederige bis fleischige Blätter. Der kugelige Blütenstand umfasst zahlreiche orangerote Blüten mit weit herausragenden Staubblättern. Blutblumen finden sich im Palmengarten in der Halbwüste des Tropicariums oder werden zur Blütezeit zusätzlich als Kübelpflanzen an verschiedenen Standorten im Tropicarium ausgestellt.

Selenicereus pteranthus (Cactaceae) Prinzessin der Nacht

Wie auch die Königin der Nacht (Selenicereus grandiflorus) ist die Prinzessin der Nacht ein kletternder Kaktus aus Mexiko. In warmen Sommernächten öffnen sich mit Einbruch der Dunkelheit die bis ca. 30 cm breiten Blüten und schließen sich bereits in der darauf folgenden Morgendämmerung. Sie werden von Fledermäusen bestäubt. Die Früchte sind rotviolett, stachelig und erreichen die Größe kleiner Tomaten. Selenicereus-Arten gedeihen im Halbwüsten-Haus des Tropicariums sowie in der botanischen Sammlung. In letzterer ist ein prächtiges Exemplar von außen durch die Gewächshausscheiben einsehbar.

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