Paphiopedilum-Hybride (Orchidaceae) Venusschuh

Venusschuh-Orchideen sind mit etwa 100 Arten in Ost-Asien verbreitet. Dazu kommen zahlreiche züchterische Sorten und Hybriden. Wie auch der heimische Frauenschuh ist die Gattung leicht anhand der pantoffelförmigen Lippe zu erkennen. Die beiden äußeren Blütenblätter sind lang, schmal und häufig gedreht.

Der Gattungsname bezieht sich auf die Liebesgöttin Aphrodite, die auch Paphia genannt wird, das sie laut griechischer Mythologie bei Paphos auf Zypern dem Meer entstiegen ist. Pedilon ist der griechische Ausdruck für Pantoffel oder Sandale. Venusschuhe wachsen meist auf dem Boden, nur wenige sind Aufsitzerpflanzen, die z. B. in Astgabeln von Bäumen siedeln.

Malus-Hybride (Rosaceae) Zier-Apfel

Äpfel gehören wie Birnen und Kirschen zu den Rosengewächsen. Neben den vielen Sorten des Kultur-Apfels gibt es rund 50 Wild-Apfel-Arten.

Sie kommen in Europa, Asien und Nord-Amerika vor. Ihre Früchte sind oft nur kirsch- bis erbsengroß und kaum genießbar. Einige Wild-Äpfel sowie deren Hybriden und Sorten werden wegen ihrer hübschen, rosarot bis weiß gefärbten Blüten und ihres Fruchtschmuckes als Ziergehölze gepflanzt. Sie sind eine gute Bienenweide.

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Crocus-Hybriden (Iridaceae) Krokus

Krokusse sind klassische Frühjahrs-Geophyten. Sie überwintern mit unterirdischen Knollen, in denen Nährstoffe gespeichert werden. Bereits früh im Jahr, oft bereits kurz nach der Schneeschmelze, öffnen sie ihre Blüten.

In den Blüten fallen die drei meist leuchtend orange gefärbten Narbenäste auf. Nicht alle Krokusse blühen im Frühjahr. Der Safran-Krokus beispielsweise zeigt seine violetten Blüten im Herbst. Das Safran-Gewürz wird aus den Narben dieser Krokus-Art gewonnen. An verschiedenen Stellen im Garten färben im Frühjahr hunderttausende Krokusse die Wiesen weiß, gelb und violett.

Tulipa tarda (Liliaceae) Sterntulpe

Tulpen haben ihren Verbreitungsschwerpunkt im östlichen Mittelmeergebiet und in Vorderasien. Im Frühjahr mögen sie es feucht und im Sommer warm und trocken.

Ihre unterirdischen Überdauerungsorgane sind Zwiebeln. Es sind über 100 Wild-Tulpen-Arten bekannt. Aus Wild-Tulpen wurden die Garten-Tulpen gezüchtet. Eine typische Tulpenblüte hat sechs Blütenblätter, sechs Staubblätter und einen zentralen Stempel.

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Freycinetia cumingiana (Pandanaceae) Kletter-Schraubenpalme

Die tropische Gattung Freycinetia gehört zu den Schraubenbaumgewächsen und umfasst etwa 180 Arten. Es handelt sich um Kletterpflanzen mit fleischigen orangeroten oder weißen Blütenständen.

Auffällig gefärbt sind die Hochblätter. Die eigentlichen Blüten sind klein, unscheinbar und in Kolben angeordnet, die von den Hochblättern umgeben werden. Eine Pflanze bildet normalerweise entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten. Die Bestäubung erfolgt durch Vögel oder Fledermäuse. Freycinetia finden Sie im Tropicarium im Bereich der feuchten Tropen.

Cornus-Hybride ‘Eddies White Wonder‘ (Cornaceae) Blüten-Hartriegel

Cornus-Arten sind Bäume oder Sträucher. Sie kommen auf der Nordhalbkugel vor und haben einen Verbreitungsschwerpunkt in Nordamerika und Ostasien.

Bei uns heimisch ist die Kornelkirsche, die noch vor dem Laubaustrieb gelbe Blüten und im Frühherbst kirschähnliche, sehr saure, aber essbare Früchte bildet. Viele Cornus-Arten werden als Ziergehölz gepflanzt. Die Blütenstände des Blüten-Hartriegels werden von vier großen, je nach Sorte weiß bis rosa gefärbten blütenblattähnlichen Hochblättern umgeben, die den Eindruck großer Einzelblüten vermitteln.

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Jeffersonia dubia (Berberidaceae) Herzblattschale

Jeffersonia dubia ist eine Verwandte der Berberitze, wird allerdings nur bis 30 cm hoch. Sie wurde zu Ehren des amerikanischen Präsidenten Thomas Jefferson benannt.

Es handelt sich um eine amerikanische schattenverträgliche Staude, die für den Steingarten geeignet ist. Ende April bis Anfang Mai zeigt sie noch vor der Entfaltung der Blätter ihre blauvioletten Blüten, die etwas an Anemone oder Leberblümchen erinnern. Ihre tief eingeschnittenen Blätter führten zur englischen Bezeichnung twinleaf.

Epimedium rubrum (Berberidaceae) Roter Elfenspiegel

Die Gattung Epimedium umfasst etwa 40 Arten, die ihren Verbreitungsschwerpunkt vom Mittelmeergebiet bis in das gemäßigte Asien haben.

Es sind ausdauernde Stauden, deren zierliche weiß, gelb oder rosa gefärbten, gespornten Blüten etwa im April erscheinen. Die Form des Sporns hat auch zu der Bezeichnung Sockenblume geführt. Epimedien sind beliebte Bodendecker in Ziergärten. Es gibt immergrüne und laubwerfende Arten sowie zahlreiche Hybriden und Sorten.

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Deherainia smaragdina (Theophrastaceae) Smaragdstrauch

Der von Mexiko bis nach Costa Rica verbreitete Smaragdstrauch wurde nach dem im 19. Jahrhundert lebenden französischen Botaniker Pierre Paul Deherain benannt.

Die grünen Blüten fallen zwischen den Blättern kaum auf. Durch ihren muffigen Geruch werden bestäubende Fliegen angelockt. Von der grünen Farbe der Blütenblätter heben sich die blassgelben Narben und Staubblätter ab. Die fünf Staubblätter liegen zunächst der Narbe eng an und biegen sich später nach außen. Der Smaragdstrauch ist im Monsun-Passatwald-Haus des Tropicariums zu sehen.

Paeonia-Suffruticosa-Hybride 'Pink Dew' (Paeoniaceae) Strauchpfingstrose

Strauchpäonien stammen aus Asien, viele sind in China heimisch. Sie bilden sehr große, bis zu 25cm breite und stark duftende Blüten in vielen Farben und erreichen Höhen bis 2m.

Gärtnerisch werden Strauch- und Staudenpfingstrosen unterschieden. Während die Strauchpfingstrosen zu den Gehölzen zählen und wie alle Laub abwerfenden Gehölze aus den Knospen der Äste wieder austreiben, sterben bei den staudigen Pfingstrosen alle oberirdischen Teile im Herbst ab. Diese überwintern im Boden und treiben im Frühjahr mit nicht verholzenden, krautigen Trieben wieder aus. Der Palmengarten zeigt ca. 50 Stauden- und 100 Strauch-Pfingstrosen.

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Neomarica caerulea (Iridaceae) Blaue Zimmeriris

Diese Iris-ähnliche Gattung stammt aus tropischen Gebieten Afrikas, Mittel- und Südamerikas mit einem Schwerpunkt in Brasilien. Die duftenden, je nach Art gelben oder blau bis weißen Blüten halten meist nur einen Tag lang.

Später neigt sich der Blütenstand in einigem Abstand zur Mutterpflanze zum Boden. Kindel, die sich auf dem Blütenstand gebildet haben, können nun im Boden wurzeln. Wenn sich in folgenden Jahren die nächsten Generationen ebenso vermehren, entsteht eine Kette von Absenkern. Dies führte zu der englischen Bezeichnung „walking iris“. Zudem gilt die Volksmeinung, dass Neomarica erst dann blüht, wenn sie zwölf Blätter hat, weshalb sie auch Apostelpflanze genannt wird.

Pseudobombax ellipticum (Malvaceae) Rasierpinselbaum

Pseudobombax wurde früher zusammen mit den etwas ähnlichen Affenbrotbäumen (Adansonia) in die Familie der Affenbrotbaumgewächse (Bombacaceae) gestellt, heute sind alle in den Malvengewächsen vereint.

Pseudobombax ellipticum stammt aus Mittelamerika und dem nördlichen Südamerika. Die Bäume werden 18 m hoch, ihr wasserspeichernder Stamm kann über 1 m dick werden. In der Trockenzeit wird das Laub abgeworfen. Die weißen bis rosa gefärbten Blüten sind typische Pinselblumen, daher auch der deutsche Volksname. Ihre Schauwirkung wird durch die zahlreichen Staubfäden hervorgerufen. Blüten besuchende Fledermäuse werden am Kopf mit Pollen bepudert, der beim nächsten Blütenbesuch auf die Narbe gelangt. Die attraktiven Bäume werden in den Tropen teils als Ziergehölze gepflanzt. Im Palmengarten steht die Pflanze im Trockenwald-Haus des Tropicariums.

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Magnolia × veitchii ‘Rubra‘ (Magnoliaceae) Magnolie

Magnolien sind Bäume oder Sträucher aus Nordamerika und Ost-Asien. Von den über 200 bekannten Arten sind einige, zudem viele gärtnerische Sorten, als Ziergehölze in Kultur.

Sie entfalten ihre stern- oder becherförmigen Blüten entweder vor dem Laubaustrieb oder im Sommer, wenn die Blätter bereits entwickelt sind. Es gibt laubwerfende und immergrüne Arten. Im Palmengarten gedeihen Magnolien an verschiedenen Stellen, darunter auch eine schöne Gruppe auf der Wiese vor der Villa Leonhardi.

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